NDR Debatte: Wie wichtig ist Musikunterricht

Wird musikalische Bildung zur reinen Privatsache? An vielen Schulen ist Musik eines der ersten Fächer, die ausfallen. Musikunterricht wird häufig von fachfremden Lehrern übernommen, weil es an Fachlehrern mangelt. Wie steht es an norddeutschen Schulen um die musikalische Bildung? Was sagen die Kultusministerien? Was macht Musik mit unserem Gehirn? Und welchen Stellenwert hat musikalische Bildung in anderen Ländern? Das ist das Thema der Debatte der NDR Kulturredaktionen in dieser Woche. https://www.ndr.de/kultur/kulturdebatte/NDR-Debatte-Wie-wichtig-ist-Musikunterricht,musikunterricht100.html 

Lotte Reiniger`s Doktor Dolittle Filme

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der Burg Wildshut, wir laden Sie/Euch wieder herzlich zur ersten Veranstaltung eines neuen Kunst- & Kulturjahres auf der Burg Wildshut ein, zu

Lotte Reiniger`s Doktor Dolittle Filmen
live begleitet auf dem Klavier von Fritz Höfer

Samstag, 24. Februar 2018, 19.30 Uhr, Burg Wildshut, 5120 St. Pantaleon Lotte Reiniger (1899-1981) war eine deutsche Scherenschneiderin, Silhouetten-Animationsfilmerin und Buchillustratorin, die vor allem durch ihren märchenhaft poetischen Stummfilm „Die Abenteuer des Prinzen Achmet“ (1926) bekannt geworden ist. Der Originalmusik zu diesem Film von Wolfgang Zeller folgten viele weitere Vertonungen. Bei der Musik für den Film Doktor Doolittle und seine Tiere (1928) arbeiteten die Komponisten Paul Dessau, Paul Hindemith und Kurt Weill mit. Auf Anregung von Dr. Michael Wonisch wird Fritz Höfer diesen Film in Wildshut auf dem Flügel begleiten. „Die von Fritz Höfer erarbeitete und live präsentierte Filmmusik orientiert sich an der populären Avantgarde der Uraufführungszeit (Weill u.a.), verschmäht nicht jazzige Afrikabezüge Zawinuls und soll den Geist von Film und Ton der bewegten Berliner Jahre in die Jetztzeit transportieren“, so der salzburger emeritierte Rechtsanwalt und Filmesammler Michael Wonisch.

Eintritt frei – Spenden erbeten
Auf Ihr/Euer Kommen freut sich der Freundeskreis Burg Wildshut, Kunst & Kultur (Dr. Florens Traugott, Reinhold Gayer und Mag. Alrun Pacher) http://burgwildshut.at/home

Studie: Jazz-Klassik-Klavierspieler neurobiologisch unter der Lupe

Ob Pianisten auf Jazz oder auf klassische Musik spezialisiert sind, können Forscher an der Gehirnaktivität ablesen: Der Unterschied ist sogar dann sichtbar, wenn sie das gleiche Musikstück wiedergeben. Keith Jarrett wurde einmal gefragt, ob er sich vorstellen könne, in einem Konzert sowohl Jazz als auch Klassik zu spielen. Er antwortete: „Nein, ich glaube, das wäre Wahnsinn. Dein System baut für beide Richtungen auf unterschiedliche Schaltkreise.“ Damit lag der weltberühmte Jazz-Pianist durchaus richtig. Denn wie Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig berichten, agieren die neuronalen Schaltkreise von Pianisten aus beiden Stilrichtungen tatsächlich unterschiedlich. „Der Grund dafür könnte in den unterschiedlichen Fähigkeiten liegen, die die beiden Musikstile von den Musikern fordern - sei es ein klassisches Stück einfühlsam zu interpretieren oder eine Jazzmelodie einfallsreich zu variieren. Dadurch scheinen sich unterschiedliche Abläufe im Gehirn etabliert zu haben, die während des Klavierspielens ablaufen und den Wechsel in einen anderen Musikstil erschweren“, sagt Studienleiterin Daniela Sammler. Zwei Arten der Bewegungsplanung Ein wesentlicher Unterschied liege in der Planung von Bewegungen beim Klavierspielen. Prinzipiell müssen Pianisten, unabhängig von der Stilrichtung, zunächst wissen, welche Tasten sie mit welchen Fingern bedienen. Was jedoch je nach Musikrichtung variiert, ist die Gewichtung dieser beiden Schritte. Demnach konzentrieren sich klassische Pianisten auf den zweiten Schritt, das „Wie“. Für sie geht es darum, ein Stück technisch einwandfrei und persönlich ausdrucksstark wiederzugeben. Jazzer fokussieren sich vor allem auf das „Was“. Sie sind stets darauf vorbereitet, zu improvisieren und ihr Spiel an überraschende Harmonien anzupassen. „Tatsächlich konnten wir die bei Jazzpianisten trainierte Flexibilität beim Planen von Harmonien während des Klavierspiels auch im Gehirn sehen“, sagt Roberta Bianco, Erstautorin der Studie. Untersucht wurden die Zusammenhänge mithilfe von 30 professionellen Pianisten. Sie bekamen auf einem Bildschirm eine Hand zu sehen, die eine Abfolge von Akkorden auf einem Klavier spielte, gespickt mit Stolperfallen in den Harmonien und den Fingersätzen. Die Profis sollten es ihr nachtun, während ihre Hirnsignale erfasst wurden. „Anhand dieser Tests haben wir gesehen, wie feinjustiert sich unser Gehirn auf die Anforderungen seiner Umwelt einstellt“, so Sammler. Quelle: science.ORF.at/APA - abgerufen am 16.1.2018 Link zur Studie

Musikalische Bildung: Einkommen und Bildung der Eltern entscheiden

Die UN Konvention aus dem Jahre 2008 sieht auch das Recht auf kulturelle musikalische Teilhabe und Bildung vor. 110 Staaten, so auch Österreich und Deutschland, haben sich bis dato dieser angeschlossen. Die Bertelsmann Stiftung hat in einem interessanten Forschungsprojekt sozialen Ungerechtigkeiten für Kinder nachgespürt, wenn es um die Möglichkeiten und Chancen  musikalischer Bildung für alle Kinder geht. Eltern und deren Einkommen zeichnen sich dafür hauptverantwortlich. Bericht & Webseite der Bertelsmann Stiftung "Aufwachsen mit Musik"

Kooperation mit sofasession Wien

Das Wiener Startup-Unternehmen sofasession entwickelte eine App (etudo) und eine Plattform (sofasession) die vorerst auf den Musikschulunterricht abzielt und in weiterer Folge auch für öffentliche Schulen weiterentwickelt werden soll. "Etudo" bietet dynamische Playbacks, Recordingfunktion und administrative Unterstützung für den Unterricht. Die wissenschaftliche Evaluation der App in Form von Leitfadeninterviews soll in den nächsten Woche gemeinsam mit mir erfolgen. "Sofasession" vernetzt weltweit Musiker/innen damit sie gemeinsam via Webcam und Audiointerface musizieren und jammen können. Beide spannende Projekte bzw. Produkte werden auf der nächste EAS (European Association for Music in Schools) in Riga/Lettland im März 2018 präsentiert. Screenshot etudo               Screenshot sofasession